Allgemeines:

Ist ein Zahndefekt so groß , dass eine Füllung oder ein Inlay oder eine andere Technik aus kosmetischen, medizinischen , oder statischen Gründen nicht mehr indiziert ist, so wird der Zahn beschliffen und damit auf einen Laborgefertigten Zahnersatz vorbereitet.

1. Die Vollguss-Krone:

Die Vollguss-Kronen sind auf Grund der Materialeigenschaften noch immer der stabilste Ersatz, kommen aber ausschließlich im hinteren, nicht sichtbaren Seitzahnbereich zum Einsatz.
Vollgusskrone:
Vollgusskronen können in verschiedenen Materialien hergestellt werden. Dafür in Frage kommen : NEM, Gold, Titan.

Da diese Kronen häufig viele Jahre( Die Verweildauer liegt bei bis zu 20 Jahren) im Mund verbleiben, empfehlen wir unseren Patienten generell, sich bei dem Zahnarzt und/oder dem Zahntechnischen Labor/ Dentalhandelsgesellschaft über neue Techniken und Preise zu informieren.

Nachteile von Metall-Kronen sind die unbefriedigende Ästhetik und die hohe Wärmeleitfähigkeit und der Wärmespeicherwirkung der verwendeten Materialien, dieses können Sie durch eine Keramisch verblendete Krone umgehen. Die Preisdifferenz ist nicht so erheblich wie Sie vielleicht denken. Bei uns kostet eine vollverblendete Keramikkrone 129,00 Euro incl. aller Kosten und Mwst.


2. Die Verblend-Krone:

Die Verblend-Kronen besitzen einen Metallkern, der entweder mit Kunststoff oder Keramik verblendet wird. Die modernen Kunststoffe sind in der heutigen Zeit auch dem anspruchsvollen Patienten gewachsen, sind aber wegen der geringren Abbrasionfestigkeit der Keramisch verblendeten Krone immer noch unterlegen.

Kronen mit keramischer Verblendung sind ästhetisch wirkungsvoller und von den eigenen Zähnen kaum und im Idealfall vom Restgebiss nicht zu unterscheiden.

Die keramischen Massen werden auf das Kronengerüst aufgebrannt, wodurch ein fester mechanischer Verbund mit dem Metallkern oder dem Zirkongerüst entsteht.

Die Mehrkosten für die keramische Verblendung werden in nicht unerheblichem Maße durch den geringeren Edelmetallverbrauch ( Ein Gramm Hochgoldlegierung liegt zur Zeit bei ca. 32,00 Euro !) kompensiert.


3.Die Galvano-Krone:

Die sogenannte Galvanotechnik kombiniert die Vorteile von Gold- und Keramikversorgung miteinander.

Eine sehr dünne Schicht Feingold (ca. 0,2 bis 0,3 MM), die durch einen Galvanoprozess (Goldabschneidung) entsteht, wird unmittelbar auf den Zahnstumpf aufgelagert. Das garantiert eine sehr präzise Randdichtigkeit der Krone.

Diese wird anschließend von einer Keramikschicht verblendet, die aufgrund der extrem dünnen Goldschicht eine individuelle Farbgebung und Ästhetik ermöglicht, insbesondere bei geringen Platzverhältnissen (Frontzahnbereich) bietet diese Technik entscheidende Vorteile

4. Die Vollkeramik-Krone:

Die Vollkeramik-Kronen sind metallfrei und finden vermehrt bei Patienten Anwendung die kein Metall oder eine Legierung im Mund haben möchten. Da die biokompatible Keramik der Forderung nach besonderer Ästhetik und elektrisch neutralem Verhalten am ehesten gerecht wird.

Die Vollkeramik-Kronen sind in der ästhetischen Wirkung unübertroffen. Vollkeramik-Kronen sind allerdings recht zeitaufwendig, sie zählen zu den Spitzenleistungen der modernen Zahnheilkunde und Zahntechnik.

5. Die Stift-Krone:

Wenn die natürliche Zahnkronen völlig zerstört sind, die Zahnwurzel im Kiefer aber noch erhaltungswürdig ist, können Stift-Kronen angefertigt werden. Dazu wird in den Wurzelkanal ein Stift- oder Schraubenaufbau verankert, der in seiner Form einem beschliffenen Zahn entspricht. Der Stiftaufbau kann in der Zahnarztpraxis oder in einem Dentallabor angefertigt werden. Materialien dafür: NEM- Legierung, Gold, Titan. Auf diese Konstruktion wird dann eine Krone aufgesetzt und zementiert.



Brücke als Zahnersatz:

Eine Brücke besteht aus mindestens zwei Brückenpfleilern und mindestens einem Brückenglied. Die Anzahl der Kronen kann natürlich variieren, genauso wie die Anzahl der Brückenglieder. Als ein gutes Verhältnis zwischen Kronen und Brückengliedern kann das Verhältnis 1:1,5 (d.h. 2 Kronen ein Brückenglied) angesehen werden, wobei 2 Kronen und 2 Brückenglieder auch noch akzeptabel sind. Mit der Anzahl der Brückenglieder steigt natürlich auch die Belastung der Pfeilerzähne. Fragen Sie bitte Ihren Zahnarzt welche Brückengröße in Ihrem Fall akzeptabel und medizinisch vertretbar ist.

Die Inhalte der Punkte 1-6 ( Material) gelten Sinngemäß auch für Brücken.

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