Anästhesie

Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung, die Regionalanästesie. Zur Lokalanästhesie wird in das betreffende Gewebe einen synthetischen Wirkstoff wie Procain, das auch unter dem Handelsnamen Novocain bekannt ist, injiziert. In der Zahnheilkunde wird wie folgt untergliedert: Infiltrationsanästhesie,
Leitungsanästhesie,
terminale Anästhesie,
Oberflächenanästhesie,
Intraligamentäre Anästhesie,
Intraossäre Anästhesie,
Heilanästhesie.

Wirkung:
Zur Lokalanästhesie injiziert man in das betreffende Gewebe einen synthetischen Wirkstoff wie Procain, das auch unter dem Handelsnamen Novocain bekannt ist. Der Wirkungseintritt bei den klassischen Injektionsmethoden (Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie) erfolgt relativ schnell (nach ca.1-2 Minuten), wobei dieser im Oberkiefer schneller eintritt, da das Medikament leichter den schwammartigen Knochen durchdringt. Im Unterkiefer, (Leitungsanästhesie) wo eine andere Technik angewandt werden muss, der Einstichpunkt sehr individuell gewählt werden, da der Nerveintritt in den Unterkieferknochen viele anatomische Variationen aufweist , kann eine längere Verzögerung der Wirkung (5-10 Min.) möglich sein. Vielfach ist eine Wiederholung der Injektion an leicht verändertem Einstichpunkt oder der Einstichrichtung nötig. Ein Sicheres Zeichen einer Wirkung ist immer das "Gefühl der tauben Lippe". Alternative Methoden zeichnen sich durch einen sofortigen Wirkungseintritt aus, sind aber für alle Eingriffe (insbesonders für chirurgische) weniger geeignet. Medikamente und besonders Koffein (starker Kaffee oder Tee vor der Behandlung) können die Tiefe der Wirkung individuell stark negativ beeinträchtigen, dabei sind echte Anästhesieversager extrem selten und können durch Wechseln auf ein anderes Medikament kompensiert werden. Die Wirkungsdauer beträgt im Normalfall ca. 30-90 Minuten bei abnehmender Tendenz der Wirkungstiefe, die unangenehmen Begleiterscheinungen (Taubheit der Gesichtsweichteile, d.h. taube Lippe o. Wange) verschwinden nach ca. 3-4 Stunden Wartezeit.