Parodonthose :

Das Parodont ist der Zahnhalteapparat, also das Verankerungssystem des Zahnes im Knochen. Parodontose ist eine entzündliche Erkrankung und macht durch Rötung, Schwellung, Blutung und Schmerzen des Zahnfleisches (Entzündungen von Mundschleimhaut und Zahnfleisch) auf sich aufmerksam. Charakteristisch ist auch ein ungewöhnlicher süßlicher Mundgeruch. In manchen Fällen tritt Eiter aus dem Zahnfleischsaum aus oder es bildet sich eine tastbare Eiterblase (Abszess) im Zahnfleisch. Bei einem schleichenden Verlauf der Krankheit mit schmerzfreiem, unbemerktem Rückgang des Stützgewebes können Spätsymptome wie Zahnbeweglichkeit und stärkere Zahnlockerung und letztendlich Zahnverlust auftreten.

Behandlung der Parodontose:

Die Behandlung ist primär immer auf eine Entfernung der die Erkrankung verursachenden Keime ausgerichtet. Gerade die Konkremente, unabhängig davon ob sie oberhalb (in Form von Zahnstein) oder unterhalb des Zahnfleisches liegen, bilden für die Bakterien einen idealen Nährboden: 36°C Mundtemperatur, ein feuchtes Milieu und Nährstoffe in ausriechender Menge. Aus diesem Grund steht eine Entfernung dieser Ablagerungen an oberster Stelle.
Therapeutisch werden die entzündete Zahnfleischtasche, sowie die betroffene Zahnwurzel gesäubert und geglättet. Im Frühstadium der Erkrankung ist dabei noch keine Operation notwendig. Erst später müssen tiefe Zahnfleischtaschen möglicherweise operativ(oder mittels Lasertechnik) entfernt werden. In der Nachbehandlung verhindern Antibiotika und desinfizierende Mundspülungen eine erneute Infektion.

Nach der PA-Behandlung:

Die Zahnfleischerkrankung wird fürs Erste gestoppt; bei konsequenter Nachsorge kommt sie über viele Jahre zum Stillstand. Durch den langjährigen Erhalt der eigenen Zähne wird ein teurer Zahnersatz vermieden oder auf viele Jahre hinausgeschoben. Durch eine Narbenschrumpfung bedingt, zieht sich das Zahnfleisch etwas zurück: die Zähne erscheinen länger, die Zahnzwischenräume sind besser sichtbar, es können vorübergehende Sprachprobleme entstehen. Freiliegende Zahnhälse können in den ersten Wochen und Monaten empfindlich auf Wärme und Kälte reagieren.

Was kann man selbst dagegen tun ?

Was kann man selbst dagegen tun ?

Durch eine sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene können Erkrankungen des Zahnfleischs verhindert werden.

Sollten sie trotzdem die Symptome bemerken wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt ! Die Behandlung ist weniger schmerzhaft als in vielen Fällen geschildert wird, denn die neuen Behandlungsmethoden sind wesentlich Patientenfreundlicher als die bisherigen.

PA- Behandlung: Nachsorge:



Nach Abschluss der Zahnfleischbehandlung ist eine regelmäßige Kontrolle der parodontalen Verhältnisse zwingend nötig, um eine neu aufkeimende Erkrankungen frühzeitig zu behandeln bzw. eine prophylaktische Reinigung der Zahnfleischtaschen durchzuführen.
Gilt die Erkrankung als völlig ausgeheilt, können in einer zweiten Phase regenerative Maßnahmen (Knochen- u. Zahnfleischersatz) eingeleitet werden. Unabdingbar für den Langzeiterfolg einer Zahnfleischbehandlung - egal nach welcher Methode - ist die häusliche Zahnpflege und die Motivation zu einer zahngesunden Ernährung.