Härteprüfung nach Rockwell

1.3 Härteprüfung nach Rockwell

Für die Rockwellprüfung gilt die DIN EN 10109.

Bei diesem Verfahren kann sowohl ein Diamantkegel (HRC) als auch eine Stahlkugel (HRB) verwendet werden. Im Gegensatz zu den vorherigen Prüfverfahren kann der Härtewert bei der Rockwellprüfung direkt an der Maschine abgelesen werden.

Zu diesem Zweck wird zuerst eine Vorlast auf das Werkstück aufgebracht. Anschließend erfolgt die Zusatzlast.

Die Tiefe des Abdrucks nach Zurücknahme der Zusatzlast ist die Härte.

Die Härte errechnet sich wie folgt:

HRC= 100-500e
e = Eindringtiefe in mm unter Vorlast
HRB= 130-500e

Es gelten auch hier einige Bedingungen:Die Unterseite des zu prüfenden Körpers darf sich nicht plastisch verformen.

Die Oberflächenstruktur ist im Gegensatz zu Brinell und Vickers unwichtig, d.h. keine Behandlung nötig.Das Rockwellverfahren ist daher schnell und einfach.