Härteprüfung nach Vickers

Für die Härteprüfung nach Vickers gilt die DIN 50133
Im Gegensatz zur Brinell Härteprüfung ist der Prüfkörper hier eine stumpfe, vierseitige Pyramide aus Diamant. Diese wird mit einer Kraft“ F“ in den zu prüfenden Werkstoff gedrückt. Nach der Entlastung wird die Diagonale des quadratischen Eindruckes bestimmt. Die Härte HV wird dann anhand einer Tabelle abgelesen.
Sie kann auch mit einer Formel berechnet werden:
HV= , wobei „d“ Mittelmaß der Diagonalen ist.
Es gilt ebenso: Je kleiner die Diagonale, desto größer ist die Härte.
Einige Bedingungen sind auch bei der Vickers - Prüfung zu beachten:
Die Prüfkraft ist, zumindest im Bereich von F= 98 bis 980N, nicht definiert. Es gibt allerdings übliche Lasten: F= 49, 98, 196, 294, 490 oder 980 N
Das Werkstück (Stahl) wird 10- 15 sec. belastet.
Die Prüffläche des Werkstückes muss eben und blank sein.
Das Vickers Prüfverfahren hat den Vorteil, dass alle Härtegrade geprüft werden können. Ebenso kann dieses Verfahren bei dünnen Werkstücken angewandt werden. Da dieses Verfahren ein hohes Maß an Präzision erfordert ist es teurer als die Brinell - Prüfung.